Besuch des Denkmals „Orte des Erinnerns“ im Bayerischen Viertel / Berlin-Schöneberg
mit der Praxislerngruppe der ersten Gemeinschaftsschule Neukölln in Kooperation
mit der Adolf-Reichwein-Schule.


Am 19. März 2013 besuchten wir das Denkmal „Orte des Erinnerns im Bayerischen Viertel, Ausgrenzung und Entrechtung, Vertreibung, Deportation und Ermordung von Berliner Juden
in den Jahren 1933 bis 1945“, das die Künstler Renata Stih und Frieder Schnock im Jahr 1993
im Auftrag des Berliner Senats errichteten.

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Das Denkmal ist eine eindringliche Erinnerung an die alltäglichen Schikanen und Perversionen des Terrorregimes der Nazis gegenüber den jüdischen Bürgern Berlins, von denen damals viele hier im Stadtteil Schöneberg lebten, zum Beispiel auch der berühmte Albert Einstein. Auf insgesamt 80 Schildern, die an Masten der Straßenbeleuchtung angebracht sind, sind auf einer Seite Symbole zu sehen, die auf die Texte der Rückseite der Schilder verweisen. Dort sind die anti-jüdischen Gesetze
und Verordnungen des Nazi-Regimes von 1933 bis 1945 zu lesen.

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Das Denkmal zeigt, dass der Antisemitismus und der Hass gegen die jüdischen Mitbürger überall vorhanden war, auch in einer friedlichen, gut bürgerlichen Umgebung wie dem Bayerischen Viertel.
Das Denkmal macht den schleichenden Prozeß in Deutschland sichtbar, der schließlich zu den Deportationen und den Massenmorden in den Konzentrationslagern führte.

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