Sturm&Drang&Twitter – ein Modellprojekt mit Schülern
des Albrecht-Dürer-Gynasiums in Berlin-Neukölln im Schuljahr 2012.


Einer der Schwerpunkte des Projektes „Sturm&Drang&Twitter“ im Rahmen des Deutsch-Grundkurses bildete die eigenständige Performance und Ausgestaltung eines der beiden Goethe-Gedichte „An den Mond“ und „Maifest“.
Das sechswöchige Unterrichtsprojekt machte sich dabei den bewussten sprachlichen Ausdruck der Sturm und Drang-Lyrik zu eigen: Es geht um eine neue Öffentlichkeit vormals sehr privater Themen wie Liebe, Freundschaft, Freude, Angst und Traurigkeit. Diese Spannweite – verdichtete Sprache einerseits und das Spiel mit (globaler) Veröffentlichung sehr privater Inhalte andererseits – findet sich auch im Kurznachrichtendienst Twitter wieder.
Der Erkundungsgang durch das sprachliche Gestern mit Hilfe mobiler High-End-Kommunikation entfaltet katalytische Kraft und Twitter begegnet als ein spannendes Tool, das unter anderem auch für das Publizieren von Gedanken und Sprachspielen steht. Die vom Mediendesign her geforderte Beschränkung auf 140 Zeichen fördert dabei Sprachbewusstsein und Textkompetenz.

Einige Tweets aus dem Modul „Selber dichten“:
Frühlingsblüten, Sommerglanz Der Mond am Himmel, Sternentanz.
Den Vögeln lauschen, Ruhe genießen. Die Blätter rauschen, Triebe sprießen.
@sturmdrang_ado

Die #Hoffnung schimmert, wie im Mondeslicht, erweckt mit Freude, wie dieses Gedicht
@sturmdrang_ado

Der #Mond kann zu Hause bleiben. Ich möcht mit der Sonne meine Zeit vertreiben.
Sonnenstrahlen. Glückshormone. Natur, der Ort, wo ich wohne.
@sturmdrang_ado